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PC History: 1990 - 2001
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PC History: 1990 - 2001
19.02.2007 von [OWIH]MadTom
Die Geschichte des PCs, 1990 - 2001
1990

Commodore versuchte mit dem technisch durchaus konkurrenzfähigen Amiga 3000 (Motorola 68030 mit 25 MHz, 10Mbyte RAM, 52 MB Festplatte) endlich die Büros dieser Welt zu erobern...und scheiterte kläglich. Obwohl die mittlerweile weiterentwickelte Benutzeroberfläche Workbench durchaus ansprechend wirkte, fehlte es an Anwendungen, die sich mit Microsoft Excel oder Lotus 1-2-3 hätten messen können.

Microsoft startet den Verkauf von Windows 3.0, unterstützt durch eine 10 Millionen Dollar Werbekampagne. Die Oberfläche wurde (später in den Versionen 3.10 und 3.11) zum Kassenschlager.
1991

AMD (Advanced Micro Devices) klont den Intel 386er und produziert ihn in Versionen von 20 bis 40 Mhz. Im Low-Budget-Bereich bekommt AMD schnell ihren kleinen Marktanteil. Im Laufe der folgenden Jahre sollte sich AMD zum Ernst zu nehmenden Konkurrenten für Intel entwickeln.

Linus Torwald entwickelt in Finnland Linux. Das Open-Source Betriebssystem sollte lange ein Underdog-dasein fristen, doch wurde es kontinuierlich von Idealisten und Computerenthusiasten weiterentwickelt und reifte in den nächsten 10 Jahren zu einem ernsten Windows-Konkurenten.

Hewlett-Packard stellt den HP 95LX Handheld-PC vor. Als Betriebssystem fungiert MS-DOS 3.2, ausserdem ist es mit Lotus 1-2-3 v2.2, 1Mbyte ROM und 512Kbyte RAM ausgestattet.
1992

Microsoft beginnt mit der Verteilung von Pre-Releases des neuen Betriebssystems Windows NT. Es wurde für professionelle Anwendungen optimiert, war stabiler als das bisherige Windows 3.11 und wartete mit vielen neuen Features wie komplette 32bit Architektur und RAM-Verwaltung bis 6Gb auf. Es sollten weitere Versionen folgen.

Die IBM ThinkPad-Reihe wird mit dem 700C (25 Mhz 486SL, aktiv matrix display, 120Mbyte Harddisk, 4 - 16 MByte RAM) eingeführt. Neu war vor allem der Trackpoint, ein kleiner Joystick in die Tastatur eingelassen, der die Maus ersetzte.
Intel führt den Bus-Standard PCI für PC-Systeme ein, es soll mit 8 - 33 Mhz Bus-speed und der Unterstützung von bis zu 10 Geräten den greisen ISA-Standard ablösen. [kein Bild]
1993

Motorola beginnt mit der Auslieferung des PowerPC 601 - Prozessors, der in der ersten Phase als 50 oder 66 Mhz Varianten zu haben war. Motorola entwickelte den Chip in Zusammenarbeit mit IBM, und so war es auch IBM, die die ersten PowerPC Systeme feilbot. Apple zog mit den PowerMacs und den PowerBooks nach.

Intel gibt erste Details über den Pentium-Prozessor bekannt, das erste Model war mit 60 Mhz getaktet und schaffte 100 MIPS. Damit hatte Intel wieder etwas mehr Vorsprung auf die Klon-Konkurrenten AMD und Cyrix, die Intel trotz des überlegenen Marktanteils nicht mehr einfach ignorieren konnte. 1995 wurde aus dem Pentium der PentiumPro entwickelt.

Macintosh kündigt, getrieben vom ständigen Marktanteilsverlust gegenüber IBM-kompatiblen Systemen, am selben Tag die neuen Modelle Macintosh Color Classic, Macintosh LC III, Macintosh Centris 610 and 650, Macintosh Quadra 800, und PowerBook 165c an.
1995

Commodore versucht's nochmal: Mit dem Amiga 4000 und zwei Monate später mit dem 500er Nachfolger Amiga 1200 kann sich die marode Firma aber nur halbherzig sanieren. Die Amigas leben seit dem Siegeszug der IBM-Systeme ein Schattendasein.

Microsoft bringt, mit 1600 Leuten an den Tech-Hotlines gut vorbereitet, Windows 95 unters Volk. Wiederum findet ein neues MS - Betriebssystem reissenden Absatz.
1997

AMD bringt mit seinem K6-CPU (von 166 bis 233 MHz) den Giganten Intel ein erstes mal in schwitzen. Doch trotz der guten Leistung, dem moderaten Preis und dem übernommenen MMX - Befehlssatz von Intel konnte AMD noch nicht entscheidend Boden gutmachen.
1998

Steve Jobs himself stellt Apple's neusten Sprösslich vor: den iMac. Technisch war das bunte Ei keine Revolution, bot aber ein ausgefallenes Design und sparte Platz. Der iMac selbst und die zugehörige, aufwendige Imagekampagne von Apple half der Traditionsfirma schliesslich wieder aus dem Schatten von IBM.

Motorola liefert den G3-Prozessor aus und kündigt den G4 an. Ein Jahr später erscheinen die ersten mit diesen Prozessoren betriebenen Apples im seit dem iMac gewohnt "anderen" Design wie der PowerMac Cube.

Intel führt den Pentium II in die längst entbrannte Schlacht um den schnellsten IBM-kompatiblen CPU. Die 350 MHz Taktfrequenz konnten im Laufe des Jahres auf 450 MHz gesteigert werden.

Auch Microsofts Windows 98 ging weg wie warme Semmeln und machte die Firma zur reichsten der Welt. Microsoft hatte gegen Ende des Jahres einen Börsenwert von geschätzten 300 Milliarden US-Dollar.
1999

Intel kündigt den Pentium III an und AMD baut den Athlon.
2000
 
Microsoft beginnt den Vertrieb von Windows 2000 als NT Nachfolger und Windows Millennium als 98er Nachfolger. Derweil kämpft der Software-Multi gegen seine Aufspaltung vor Gericht und Bill Gates lässt sich als CEO von Steve Ballmer ersetzen.
Im Februar zeigt AMD einen Athlon, der mit 1.1 GHz läuft, worauf Intel im März die ersten 1 GHz Pentium III ausliefert.
2001

Intel produziert den Pentium 4 und steuert auf die 2 GHz zu, während AMD mit niedriger getakteten Athlons leistungsmässig die Nase knapp vorne hat.

Windows XP steht in den Regalen. Das farbenfroh ausgefallene Betriebssystem soll die nicht sehr stabilen Versionen 95 und 98 ablösen und dem Anwender durch intuitive Menuführung die Arbeit weiter erleichtern. Ausserdem gilt es für Microsoft, den drohenden Ansturm des kostenlosen und mittlerweile gereiften Linux und dem wieder auferstandenen Apple abzuwehren.
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