Artikel » Hardware » PC History: 1980 - 1989 Artikel-Infos
   

Hardware PC History: 1980 - 1989
19.02.2007 von [OWIH]MadTom

Die Geschichte des PCs, 1980 - 1989




1980


Und wieder ein neuer Apple, diesmal mit der Bezeichnung III. Steve Jobs und seine Kollegen gönnten dem Kistchen einen 2 MHz Synertek 6502A-Prozessor, satte 128Kbyte RAM, sowie ein eingebautes 5.25 - Laufwerk. Der Apple III verkaufte sich aber nicht wie gewünscht, so überarbeitete man das Model mehrmals, doch die Beliebtheit des Apple II erreichte es trotzdem nicht.


Der Computer für den schmalen Geldbeutel kam von Sinclair und erhielt den pragmatischen Namen ZX80. Trotz der eingeschränkten Möglichkeiten (z.B. Monochrom-Display) konnte der ZX80 und vor allem sein Nachfolger Spectrum, dessen Tasten bis zu 6-fach belegt waren, eine respektable Fangemeinde begeistern.

Angefragt von IBM, ein Betriebssystem für ihren ersten PC zu liefern, kauft Microsoft Seattle Computer Products' Q-DOS für läppische 50'000 Dollar und lizensiert das Betriebssystem weiter an IBM. Der Deal des Jahrhunderts, wie sich herausstellen sollte, zumal sich Microsoft das Recht vorbehielt, auch weiteren Interessenten Lizenzen zu verkaufen.



1981


IBM, vorher auf Grossrechner ausgerichtet, wittert im PC-Geschäft Gewinne und präsentiert den IBM 5150 Personal Computer, bestückt mit dem Intel 8088 mit 4.77 MHz. IBM liebäugelte damals übrigens mit dem Motorola-Prozessor 68000, der eigentlich leistungsfähiger war als der 8088, doch Motorola hatte Lieferengpässe, also entschied man sich für Intel. Ausgeliefert wurde das Gerät mit dem von Microsoft erworbenen OS das sich nun IBM-DOS nannte, natürlich heute besser bekannt als MS DOS. Der IBM PC erwies sich als äusserst Erweiterungsfreudig und so erschienen schnell diverse Peripheriegeräte, Speichererweiterungen und Harddisks. Dazu kam das "Serious Business" - Image von IBM, was Firmen die Entscheidung leichter machte, ihre Büros mit PCs auszustatten. Der Anfang einer Ära.



1982


Commodore stellt den Brotkasten vor, auch bekannt unter dem Namen C64. Mit seinen 64 KByte war er speichermässig den meisten Mitbewerbern in der selben Preisklasse überlegen, die Chips VIC (Grafik) und SID (Sound) taten ein Übriges, also entwickelte sich der C64 zum Kassenschlager: Bis zur Einstellung der Produktion wurde der C64 über 10 Millionen mal verkauft, das in 7 leicht verschiedenen Versionen. Kultobjekt ist er bis heute geblieben.

Intel trumpft mit dem 80286 CPU auf, der mit 6Mhz und 0.9MIPS gegenüber der Konkurrenz von Motorola zwar immer noch etwas schwach auf der Brust ist, aber schnell weiterentwickelt wird. Intel kann so weiterhin mit dem wichtigen Abnehmer IBM rechnen, vor allem da der 80286 bis zu 16MB RAM managen kann und somit viel Potential verspricht.

Der erste IBM-Klon von MPC erscheint auf dem Markt und wird mit MS-DOS 1.25 betrieben. MPC bleiben nicht die einzigen und so überfluten in den folgenden Jahren IBM-kompatible Systeme den Markt und degradieren IBM zum blossen Mitkonkurrenten.



1983


Apple wartet mit einer neuen Sensation auf (nachdem die Entwickler in den Labors von Xerox einen genauen Blick auf deren Prototypen werfen konnten)! Der "Lisa" alleine mit seinem 5Mhz Motorola MC68000 und den 512KByte RAM wäre ja noch nichts überraschendes, doch das mit der Maus bedienbare GUI (Graphical User Interface) verspricht nie geahnten Bedienungskomfort und Funktionalität. Das System wurde später weiterentwickelt zum Lisa2 und schliesslich zum Mac XL. Fast gleichzeitig mit dem Lisa erscheint der Apple II e, der ebenfalls mit dem neuen grafischen OS ausgerüstet ist.


Atari präsentiert den überfälligen Nachfolger 1200XL für die betagten Atari 400 & 800. Leider erwies sich der neue Atari-Sprössling nicht als 100% kompatibel zu seinen Ahnen, und so floppt das System, obwohl es mit 256 Farben und dem 4 stimmigen Sound durchaus konkurrenzfähig gewesen wäre.



1984


Steve Jobs stellt nach einem schweineteuren Werbespot während des SuperBowls den Macintosh vor. Das unauffällige Gerät mit schwarz-weiss Monitor beherbergt einen Motorola 8Mhz 68000 Prozessor und erweiterbare 128Kbyte RAM. Die Unkompliziertheit, die üppige Grundausstattung und nicht zuletzt das zurückhaltende Design machten den Mac zum Favoriten vieler Schulen, Büros und Privaten. Erweiterte Versionen des Ur-Macs sollten folgen.



1985


Commodore's Amiga 1000 schlägt in Bezug auf Grafik und Ton alles. Genau wie beim Mac arbeitet im Amiga 1000 ein Motorola 68000, allerdings wurde dieser durch Custom chips (Grafik und Sound) soweit entlastet, dass der Amiga deutlich mehr leistete. Mit diesem Computer hielt bei Commodore die grafische Benutzeroberfläche Workbench Einzug.


Intel stellt den 32-Bit 80386DX-CPU vor, der Anfangs mit 16 Mhz Taktfrequenz daherkam und im Laufe der Jahre auf 40Mhz gepusht werden konnte. Intel konnte inzwischen auf viele IBM-Klon Hersteller als Abnehmer zählen. Später wurde mit 386er IBM PC auch das Betriebsystem OS/2 (übrigens mitentwickelt von Microsoft) ausgliefert, das aber mit dem Siegeszug von Windows wieder in der Versenkung verschwand.


Microsoft lanciert Windows 1.0, ein GUI basierend auf MS-DOS. Ähnlichkeiten zu Apple's GUI waren wohl nicht ganz zufällig; ein Vorwurf, den sich Microsoft bis heute immer mal wieder gefallen lassen muss.



1987


Commodore stellt zeitgleich den Amiga 500 (68000, 7,14 MHz, 512 KByte RAM) und den Amiga 2000 (68000, 7,14 MHz, 1 Mbyte RAM) vor, doch anscheinend gab es Kommunikationsprobleme zwischen dem Entwicklerteam des 500er in den USA und demjenigen des 2000er in Deutschland. Die beiden Geräte waren nur bedingt kompatibel. Dieses Problem war aber kein Hindernis für die hohe Beliebtheit der Amigas besonders bei Heimanwendern.


Mit dem Macintosh II stellte Apple den ersten modularen Macintosh vor. Das Gerät zeigte mit dem 32Bit - 16Mhz 68020 Motorola (2.6 MIPS), bis zu 68 Mbyte RAM, einer 40 Mbyte Harddisk und der Möglichkeiten Grafikkarten einzubauen viel Leistung, war aber auch nicht gerade billig.


IBM Stellt die PS/2 Modelreihe vor, von 8086 (8Mhz) bis 80386 (20 Mhz). Die PC's, optimiert für's Büro und den moderaten Heimanwender verkauften sich dank vorinstalliertem, ausführlichem Softwarepaket besonders bei Anfängern hervorragend.



1989


Intel kündigt den 80486 Prozessor mit 25 Mhz an, er enthält den 386er und den 387 (Mathematischer Coprozessor), sowie einen 8KByte primären Cache. Mit 20 MIPS war er mit den ständig rechenintensiver werdenden Anwendungen auf MS-DOS, Windows und OS/2 ein deutlicher Schritt nach vorne. Auch dieser Prozessor wurde später durch Weiterentwicklungen noch deutlich verbessert.



Druckansicht   druckbare Version anzeigen
Seite empfehlen   Artikel empfehlen
0 Kommentar(e)   kommentieren
 
Wertung ø 10,00
1 Stimme(n)
Seitenanfang nach oben