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Hardware PC History: 1970 - 1979
18.02.2007 von [OWIH]MadTom

Die Geschichte des PCs, 1970 - 1979




1971

Intel baut den ersten kommerziellen Mikroprozessor mit der Bezeichnung "4004", das 4-Bit Wunderding lief mit einer Taktfrequenz von 108 kHz und schaffte eine Rechenleistung von 0.06 MIPS (Million Instructions Per Second). Begeisterungsstürme wurden damit allenfalls bei ein paar wenigen Idealisten und Datenverarbeitern ausgelöst, die meisten aber sahen für diese technische "Spielerei" kaum Anwendungsmöglichkeiten.



1975


Die Firma MITS bringt den Altair auf den Markt, der heute als der erste käufliche Personal Computer gilt. Er konnte sowohl als Bausatz als auch fertig montiert gekauft werden und war mit dem Intel 8080 Prozessor ausgestattet. Die Programmierung geschah ausschliesslich über diverse Kippschalter, als Belohnung winkten blinkende Lämpchen. Wahrlich etwas für Enthusiasten... und das nicht unbekannte Duo Bill Gates und Paul Allen, die dem Maschinchen schliesslich Basic beibrachten.



1976


Während einige kleine Firmen an ihren Geräten werkeln, basteln Steven Wozniak und Steve Jobs in der heimischen Garage das erste eigentliche Mainboard zusammen, basierend auf dem MOStek 6502 chip, und wird wegen Jobs' kulinarischer Vorliebe für Äpfel kurzerhand Apple I getauft. Verkauft wurde anfangs lediglich das Board, das Drumherum musste sich der Anwender selbst zimmern.



1977


Dem Apple I Board wurde nach dem ersten Erfolg eine Generalüberholung spendiert und so kam der Apple II mit allen erdenklichen neuen Features (und einem Gehäuse) daher: 8 Steckplätze für Erweiterungskarten wie Floppycontroller, Drucker- und andere Interfaces , auf 64kByte erweiterbarer RAM, eingebaute Lautsprecher sowie der damals revolutionären Möglichkeit, einen (ebenfalls bei Apple erhältlichen) Farbmonitor zu betreiben. Letzteres wurde übrigens nur aus einem Grund entwickelt: BREAKOUT in Farbe spielen! Das Betriebssystem Apple DOS erblickte mit diesem Gerät das Licht der Welt. Betrieben wurde er weiterhin vom MOS 6502 Prozessor mit 1,023 MHz.


Der TRS-80 von Tandy Radio Shack ist ein weiterer Früh-PC, der ohne Lötkolben in Betrieb genommen werde konnte. Radio Shack setzte dabei auf einen Z80-CPU, der 1,77 MHz verkraftete, sowie auf 4 bis 16 KByte RAM und das hauseigene TRS-DOS Betriebssystem. Obwohl bis 1981 200'000 Geräte über den Ladentisch gingen, hatte der TRS-80 dem Siegeszug des Apples nicht viel entgegenzusetzen.


Commodore bringt mit dem PET 2001 einen weiteren fertigen Heim-PC auf den Markt. Das Maschinchen mit der winzigen Tastatur und dem 9 Zoll Grünmonitor verfügte über 4KByte RAM und wurde von einem MOS Technology 6502-Prozessor angetrieben. Clevererweise hatte Commodore MOS Technology ein Jahr zuvor aufgekauft.



1979


Die Firma Atari, die bereits grosse Erfolge mit ihren Spielkonsolen und -automaten zu feiern hatte, wagte sich mit den Ataris 400 und 800 ebenfalls in den noch kleinen PC - Markt. Das Gerät wurde am TV angeschlossen und überzeugte vor allem durch sehr offenen Programmiermöglichkeiten und den Video-Coprozessor, der den MOS 6502A-Prozessor entlastete. Störend war einzig die nervige Folientastatur.


Der Chiphersteller Texas Instruments versuchte mit dem TI 99/4, ihr Know-how auch im Bereich Personal Computer unter Beweis zu stellen, was technisch auch durchaus geklappt hätte, denn man hatte an alles gedacht: Modulschacht, Expansionschacht, Kopfhörerausgang, Joystickanschluss und die Möglichkeit, ein Kassettendeck zur Datenspeicherung zu verwenden. Doch wegen des hohen Verkaufspreises floppte das System und seine 2 Nachfolgemodelle gnadenlos, also besann sich TI auf ein besseres und konzentrierte sich wieder auf Chips und Taschenrechner.




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