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Windows Kommandozeile (Teil 1)

Ausgestellt am 4. März 2012 vom in #Featured, Tutorials

Ja, die Computermaus ist eine feine Erfindung…. doch unter der quietschebunten Buttonwelt von Windows verbirgt sich noch die gute alte Kommandozeile (alte DOS-Hasen dürfen hier wissend mit dem Kopf nicken), und die hat es wirklich in sich. So gibt es dort doch einige Funktionen, die man im Microsoft’schen Klickland schmerzlich vermisst, die einem das Leben aber ungemein erleichtern können.

Auf die Plätze, Fertig….. tippen!
Es emfphiehlt sich, sich das Kommandofenster erstmal gemütlich einzurichten, bevor man loslegt.
1. Erstelle eine neue Verknüpfung (Im Startmenü oder noch besser gleich auf dem Desktop) auf das Ziel
%windir%\System32\cmd.exe
2. Rechtsklick auf die neue Verknüpfung -> Eigenschaften. Unter den „Optionen“ schaltest du die Anzeigeoptionen auf „Fenster“ und machst ein Häckchen bei „QuickEdit-Modus“ und „Einfügemodus“, unter Layout setzt du die Höhe bei „Fensterpuffergrösse“ auf mindestens 500 (das sind die Anzahl Zeilen, die du maximal zurückscrollen kannst)
3. Farben und Schriftart nach eigenem Gusto (Matrix-mässiges grün auf schwarz kommt immer gut )
4. OK, die neue Verknüpfung erwartungsvoll doppelklicken….. los gehts!

Noobie-Zeugs
Um mir hier nicht die Finger wund zu tippen und alle zu langweilen, das Elementare in Kürze: der Befehl
cd
wechslt das Verzeichnis, in dem du dich gerade befindest. Beispiel: Du befindest dich in C:\ und tippst cd windows, et voilà , du befindest dich im Verzeichnis C:\Windows. Vo da geht’s mit cd.. wieder ein Verzeichnis zurück nach C:\ . Der Befehl
dir
spuckt dir eine Liste aller Dateien und Verzeichnisse aus, die sich im Verzeichnis befinden. Etwas zu schnell gewesen? dir /p gibt das ganze in besser verdaulichen Häppchen aus, mit enter gelangt man von Seite zu Seite. Jetzt willst du beispielsweise nur alle EXE-Dateien sehen? Kein Problem, dir *.exe erledigt das. Nun alle EXE Dateien, auch diejenigen, die sich in den Unterverzeichnissen verstecken? dir *.exe /s Regelt auch das. Mit exit verlässt man die Kommandoeingabe wieder.

Eingabehilfen
Die Kommandozeile hat einige nette Features, die einem Tipparbeit abnehmen kann. So ergänzt Beispielsweise die Tabulatortaste unfertige Eingaben beim cd-Befehl.
cd w #tab# → cd Windows, #tab# → cd Wonderbra (wenn denn ein Verzeichnis diesen Namens existiert )
Auch Drag&Drop funktioniert mit dem Kommandofenster; zieht man eine Datei auf das Fenster, wird an der Cursorposition automatisch der gesamte Pfad dieser Datei eingefügt. Zuguterletzt genügt ein Druck auf F7, um eine Liste der zuletzt eingegebenen Befehle zu erhalten, mit den Oben-Unten Pfeiltasten wählt man unter ihnen aus, ENTER führt den ausgewählten Befehl aus. Schliesslich kopieren noch die recht-links Pfeiltasten den ausgewählten Befehl wieder in die Kommandozeile, ohne diesen auszuführen.

Ausgabeumleitung
Die Ausgabe der Befehle erscheinen standardmässig auf dem Bildschirm, doch das muss nicht so sein. Und gerade in diesem Detail verstecken sich ungeahnte Möglichkeiten, um Dinge zu tun, die man selbst durch die wildesten Klickorgien in Windows einfach nicht hinbekommt. Eine Textliste all eurer MP3 Dateien gefällig? So geht’s:
C:\MP3\dir *.mp3 >Liste.txt
der simple zusatz „>“ weist Windows an, die Ausgabe nicht auf dem Bildschirm zu zeigen, sondern das ganze in der folgenden Datei zu speichern. ACHTUNG: Ist die Datei schon vorhanden, wird sie überschrieben. Ausserdem wird diese Datei im Verzeichnis erstellt, in dem du dich gerade befindest; in unserem Fall in C:\MP3.
Jetzt willst du am Ende der eben kreirten Datei aber noch alle Deine Playlisten (z.B. M3U Formate) anfügen? Null Problemo:
C:\MP3\dir *.m3u >>Liste.txt
Der Zusatz „>>“ hängt die Ausgabe des Befehls am Ende der folgenden Datei an. Es geht aber auch folgendes
C:\MP3\dir *.mp3 >LPT1
Ja, tatsächlich, so schickt Windows die ausgabe direkt an den Drucker an LPT1!

Du siehst, dem Befehl „dir“ kommt eine wichtige Bedeutung zu, dehalb gibts hier noch zum Ende des Teil 1 dieses Tutorials noch alle Parameter des DIR-Befehls:

DIR [Laufwerk:][Pfad][Dateiname] [/A[[:]Attribute]] [/B] [/C] [/D] [/L] [/N]
[/O[[:]Folge]] [/P] [/Q] [/S] [/T[[:]Zeit]] [/W] [/X] [/4]

[Laufwerk:][Pfad][Dateiname]
Bezeichnet Laufwerk, Verzeichnis und/oder Dateien.

/A Listet Dateien mit angegebenen Attributen auf.
Attribute D Verzeichnisse R Schreibgeschützte Dateien
H Versteckte Dateien A Zu archivierende Dateien
S Systemdateien – vorangestellt kehrt die Bedeutung um
/B Einfaches Format (keine Kopfdaten, keine Zusammenfassung).
/C Zeigt das Tausendertrennzeichen bei Dateigrössen an (Standard-
einstellung). Verwenden Sie /-C, um das Tausendertrennzeichen
nicht anzuzeigen.
/D Gleich wie Breitformat, jedoch nach Spalten sortiert.
/L Verwendet Kleinschreibung.
/N Neues, langes Listenformat (Dateinamen auf der rechten Seite).
/O Gibt die Liste sortiert aus.
Folge N Name (alphabetisch) S Grösse (kleinere zuerst)
E Erweiterung (alphabetisch) D Datum/Zeit (ältere zuerst)
G Verzeichnisse zuerst – vorangestellt kehrt die
Reihenfolge um
/P Pausiert nach jeder vollen Bildschirmseite.
/Q Gibt den Besitzer der Datei aus.
/S Listet Dateien und alle Unterverzeichnisse auf.
/T Bestimmt welche Zeit verwendet wird (nur für NTFS).
Zeit C Erstellung
A Letzter Zugriff
W Letzter Schreibzugriff
/W Verwendet Breitformat für die Auflistung.
/X Zeigt die Kurznamen für Dateien mit Nicht-8Punkt3-Namen an.
Das Format ist das gleiche wie bei /N, wobei der Kurzname vor
dem Langnamen eingefügt wird. Wenn kein Kurzname vorhanden ist,
werden Leerzeichen angezeigt.
/4 Zeigt das Jahr vierstellig an.

 
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