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Windows Kommandozeile (Teil 2)

Ausgestellt am 4. März 2012 vom in Tutorials

In Teil 2 des Kommandozeilen-Tutorials werfen wir einen Blick auf ein paar spezielle Tools, die Erwähnung verdienen. Es empfiehlt sich, zuerst Teil 1 des Tutorials zu lesen.

Help!
Bei allen Befehlen kann der Syntax und kurze Beschreibungen der Optionen entweder mit
help Befehl
oder
Befehl /?
abgerufen werden.
Zusätzlich gibt es in der Windowshilfe tatsächlich eine ausführliche Dokumentation aller Befehle, Microsoft scheint aber irgendwie vergessen (ja sicher…..*LACH*) zu haben, diese auch in den Index der Hilfedateien zu übernehmen. Also einfach in die Windows-Hilfe (Explorer öffnen, ?  → Hilfe und Support) gehen und danach suchen; die Dokumentation heisst „Befehlszeilenreferenz von A-Z“.

Netzwerkfunktionen
Die Kommandozeile bietet eine ganze Menge an Tools, die bei der Diagnose, Konfiguration und Bedienung eines Netzwerks (Internet und LAN) helfen können. Wir fangen mal bei den „Basics“ an.
ipconfig:
Mit dem Parameter /all zeigt dieser Befehl eine hübsche Übersicht eurer Netzwerkkonfiguration (z.B. erfährt man hier endlich mal die eigene IP) an, verbunden mit der in Teil 1 des Tutorials vorgestellten Ausgabeumleitung kann man sich so praktische Zusammenfassungen basteln, falls mal wieder eine Neuinstallation angesagt ist. Über ipcomfig lassen sich auch diverse Netzeinstellungen gleich konfigurieren alle Angaben dazu gibt es, wenn man ipconfig /? startet. VORSICHT: Hier kann man sich auch einiges versauen!
ping:
Lebt der OWIH-Server noch? Einfach anpingen und gleich noch die respondzeiten sehen. Der syntax ist ping (IP) zb. ping 192.168.1.1. wieder gibts mit dem /? weitere Infos. Was ist nun aber, wenn man nur die URL, jedoch die IP nicht kennt? Natürlich gibts auch dafür ein Tool, nämlich
nslookup:
Gibts man nach dem Befehl nslookup eine URL an, spuckt uns das Progi freundlicherweise gleich die IP dazu aus. Bsp: nslookup http://www.owih.org
net:
Der net Befehl ist eine wahre eierlegende Wollmilchsau, fast nichts, was man damit nicht anstellen könnte. Man kann damit:
*Benutzer- und Gruppenkonten anlegen, ändern und löschen
(user group, localgroup, accounts)
*Dateifreigaben verwalten, verbinden und trennen
(share, use, file, session)
*Windows-Dienste starten, unterbrechen, fortsetzen und beenden
(start, pause, continue,stop)
*Informationen über das Windows-Netzwerk anzeigen
(config, statistics, view)
*Druckwarteschlangen verwalten
(print)
*Mitteilungen über den Windows nachrichtenDienst versenden und konfigurieren
(send, name)
*Die Systemuhr synchronisieren
(time)
Die Befehle in Klammern geben jeweils den Unterbefehl für das net- program an, diese Unterbefehle haben Ihrerseits wieder eigene Parameter. Diese parameter kann man folgendermassen einsehen: net (Unterbefehl) /?. Interressant werden die meisten dieser Features natürlich erst in Batch Dateien. Ein Anwendungsbeispiel: man möchte, bevor man dieses oder jenes Game startet, jeweils 1-2 dafür unnötige Windows-Services ausschalten, sie nachher bequem aber auch wieder aktivieren können. Zwei dementsprechende Batchfiles machen die Angelegenheit zum Kinderspiel.

Des weiteren interressant sind…
systeminfo:
Dieses Program gibts auch komfortabel im Windows GUI, wie aber schon bei ipconfig macht die in Teil 1 besproche Ausgabenumleitung die Sache interresant, denn so kan man die Angaben über seinen PC gleich konfortabel in einer Textdatei speichern. Auch hier sind mit dem Anhängsel /? noch zahlreiche Parameter abrufbar.
typeperf
bietet reichlich Übersicht über Systemresourcen und Performance. Auch hier gilt es die Parameter mit /? erst einmal anzusehen. Dies gilt auch für die folgenden Befehle.
taskkill
schiesst, wie nicht schwer zu erraten, widerspänstige Tasks ab.
shutdown und tsshutdwn
fahren Arbeitsstationen und Server herunter.
chkdsk
überprüft einen Datenträger und zeigt einen Statusbericht an.
convert
konvertiert FAT-Dateisysteme in NTFS-Dateisysteme. Das geht jedoch nicht mit der Disk, von der aus der convert-Befehl gestartet wird.
recover
stellt noch lesbare Dateien von beschädigten Datenträgern wieder her.
tree
stellt die Verzeichnisstruktur „grafisch“ dar (ASCI).

Wo ist der rest?
Das war natürlich noch lange nicht alles. Es gibt noch haufenweise andere Befehle, die es zu entdecken gilt. Das kann man folgendermassen tun,
1. Wie oben erwähnt, gibt es in der Windowshilfe ausführliche Dokumentationen…. einfach nach „Befehlszeilenreferenz von A-Z“suchen
2. In der Kommandozeile einfach mal
help
tippen. Die wichtigsten Befehle erscheinen dann mit Beschreibungen
3.Im Explorer den Ordner X:\Windows\system32 öffnen, auf Detailansicht wechseln und die Dateien nach Typ ordnen. Jetzt macht man einen Rechtsklick auf die Rubrikleiste (dort wo „Name“ „Grösse“ etc steht) auf „weitere“ klicken und „Beschreibung“ aktivieren… Unter dem Typ „Anwendungen“ findet ihr jetzt ne ganze Ladung voll Tools, die es mal abzuchecken gilt.

 
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